{"id":"https://herrenberg.gremien.info/oparl/paper/20260506100087","type":"https://schema.oparl.org/1.0/Paper","name":"Projektierung einer Energiezentrale zur Versorgung des Betriebsgeb\u00e4udes der Stadtwerke/Technischen Dienste und der Polizeihochschule, Herrenberg \r\n- Erm\u00e4chtigung zur Ausschreibung und Vergabe von Planungsleistungen","reference":"2026-086","date":"2026-06-05","paperType":"Drucksache","mainFile":{"id":"https://herrenberg.gremien.info/oparl/file/20260506100087","type":"https://schema.oparl.org/1.0/File","name":"2026-086","fileName":"20260506100087","mimeType":"application/pdf","size":153975,"created":"2026-09-21T00:00:00+02:00","modified":"2026-09-21T00:00:00+02:00","deleted":false,"text":"\r\f\rDrucksache - Nr. 2026-086\r\u0007\u00d6FFENTLICH\r\u0007\r\u0007Anlagen: 2\r\u0007\r\u0007\r\u0007\rProjektierung einer Energiezentrale zur Versorgung des Betriebsgeb\u00e4udes der Stadtwerke/Technischen Dienste und der Polizeihochschule, Herrenberg \r- Erm\u00e4chtigung zur Ausschreibung und Vergabe von Planungsleistungen\r\r\u0007\r\u0007\rKontakt: \r\u0007Herr Max Schroth I Stadtwerke\r\u0007\r\u0007\r\u0007Tel: 07032/ 948157 I E-Mail: m.schroth@herrenberg.de\r\u0007\r\u0007\rBezug:\r\u0007Nr.\r\u0007Termin\r\u0007\u00d6/N\r\u0007Art\r\u0007\r\u0007Finanzausschuss\r\u00072026-086\r\u000724.06.2026\r\u0007\u00d6\r\u0007zur Einbringung\r\u0007\r\u0007Gemeinderat\r\u00072026-086\r\u000730.06.2026\r\u0007\u00d6\r\u0007zur Beschlussfassung\r\u0007\r\u0007\r\f\rI. Beschlussantrag\f\rDie Stadtwerke Herrenberg werden erm\u00e4chtigt, die Planungsleistungen (Leistungsphasen 3-9) zur Projektierung einer Energiezentrale zur Versorgung des gemeinsamen Betriebsgeb\u00e4udes der Stadtwerke Herrenberg (SWH) und des Amtes f\u00fcr Technik und Gr\u00fcn (TuG) sowie der Polizeihochschule Herrenberg auszuschreiben und den Auftrag an das wirtschaftlichste Planungsb\u00fcro zu vergeben.\r\r\f\fII. Das Wesentliche im \u00dcberblick\r\rDie Stadtwerke Herrenberg beabsichtigen die Errichtung einer Energiezentrale zur nachhaltigen W\u00e4rmeversorgung des gemeinsamen Betriebsgeb\u00e4udes der Stadtwerke Herrenberg (SWH) und des Amtes f\u00fcr Technik und Gr\u00fcn (TuG) sowie der Polizeihochschule Herrenberg (HfPol). Hierf\u00fcr sollen die weiteren Planungsleistungen (Leistungsphasen 3\u20139 HOAI) europaweit ausgeschrieben und vergeben werden.\u000b\rWesentliche Projektinhalte:\u000b\rDerzeit erfolgt die W\u00e4rmeversorgung des Betriebsgeb\u00e4udes SWH/TuG \u00fcber eine mobile Heizzentrale (Hotmobil) als \u00dcbergangsl\u00f6sung nach K\u00fcndigung des bisherigen W\u00e4rmeliefervertrags durch die EnBW.\rDie Polizeihochschule Herrenberg hat Interesse an einem Anschluss an ein Nahw\u00e4rmenetz sowie am Abschluss eines langfristigen W\u00e4rme-Contracting-Vertrags mit den Stadtwerken Herrenberg bekundet.\rVorgesehen ist die Errichtung einer Energiezentrale am Standort SWH/TuG mit einer nachhaltigen W\u00e4rmeerzeugung aus Hackschnitzeln und W\u00e4rmepumpentechnologie.\r\u00dcber ein neu zu errichtendes Nahw\u00e4rmenetz soll die Polizeihochschule Herrenberg an die Energiezentrale angebunden werden.\rDer erwartete j\u00e4hrliche W\u00e4rmebedarf der anzuschlie\u00dfenden Liegenschaften betr\u00e4gt insgesamt ca. 1,7 GWh. (HfPol 1,4 GWh, SWH/TuG 0,3 GWh)\rF\u00fcr den Betrieb der Anlage wird ein j\u00e4hrlicher Hackschnitzelbedarf von bis zu 3.000 Sch\u00fcttraummetern erwartet. Ein wesentlicher Teil kann bilanziell aus dem Stadtwald gedeckt werden, die verbleibende Menge soll aus regionalen Quellen bezogen werden.\rIm Rahmen der bereits abgeschlossenen Vorplanung (Leistungsphasen 1\u20132 HOAI) und einer erg\u00e4nzenden Machbarkeitsstudie wurden technische Versorgungsvarianten, m\u00f6gliche Standorte sowie Trassenf\u00fchrungen untersucht. Die Untersuchungen best\u00e4tigen die grunds\u00e4tzliche Umsetzbarkeit des Projekts am Standort SWH/TuG.\rDer aktuelle Vorplanungsstand umfasst zwei Hackschnitzelkessel mit jeweils rund 800 kW Leistung, eine Luft/Wasser-W\u00e4rmepumpe mit rund 400 kW Leistung, Pufferspeicher, eine Schornsteinanlage, Geb\u00e4udeautomation sowie die Pr\u00fcfung einer erg\u00e4nzenden Photovoltaiknutzung auf den Dachfl\u00e4chen.\rDie derzeit gesch\u00e4tzten Planungskosten f\u00fcr die weiteren Planungsleistungen belaufen sich auf rund 400.000 \u20ac brutto. Aufgrund des Auftragsvolumens ist eine europaweite Ausschreibung nach der Vergabeverordnung (VgV) erforderlich.\rDie bisherigen Kostensch\u00e4tzungen gehen von Investitionen in H\u00f6he von rund 2,75 Mio. \u20ac brutto f\u00fcr die technische Geb\u00e4udeausr\u00fcstung, rund 400.000 \u20ac brutto f\u00fcr das Geb\u00e4ude der Energiezentrale sowie rund 1,0 Mio. \u20ac f\u00fcr die W\u00e4rmetrasse aus.\rParallel zur weiteren Planung sollen geeignete F\u00f6rderprogramme gepr\u00fcft und in die Projektentwicklung einbezogen werden.\rBei planm\u00e4\u00dfigem Projektverlauf wird eine Inbetriebnahme der Energiezentrale zur Heizperiode 2028/2029 angestrebt.\rDas Projekt st\u00e4rkt den strategischen Ausbau des W\u00e4rme- und Contractinggesch\u00e4fts der Stadtwerke Herrenberg und unterst\u00fctzt die Ziele des Klimafahrplans der Stadt Herrenberg.\r\r\f\rNotizen\r\r\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007III. Sachverhalt\r\rLeitbild Herrenberg 2035 / Beteiligung\r\r\rHandlungsfeld\r\u0007Leitsatz\r\u0007\r\u00076: Klima, Ressourcenschutz und Energie\r/\r\u0007Klimaschutz als Handlungsgebot.\r\u0007\r\u00077: Umwelt, Natur und Landschaftsschutz\r/\r\u0007Natur erhalten durch Landschaftsschutz.\r\u0007\r\u0007\rZiele/Projekte\r\u0007\r\u0007\r\u0007\r\u0007Im Kapitel 4 des Strategiekonzeptes der Stadtwerke Herrenberg werden die erforderlichen\rstrategischen Ziele f\u00fcr jeden Betriebszweig abgebildet. F\u00fcr den Bereich der W\u00e4rmeversorgung und Contracting wurden unter anderem folgende, strategische Vorgaben definiert:\u000b\u000b\t\u000b3.) Einsatz der bestm\u00f6glichen Technologien im Sinne der Wirtschaftlichkeit und des Klimaschutzes\r4.) Abschluss neuer Contractingvertr\u00e4ge\r\rDer Klimafahrplan beschreibt im Aufgabenpaket FLN-1 zudem die optimierte Energieholznutzung aus dem Stadtwald mit Errichtung einer Anlage am Standort SWH/TUG.\r\r\rErl\u00e4uterungen zum Sachverhalt\r\r2.1 Allgemeines\r\rWie in der Drucksache 2022-129 dargestellt, wurde der bis dahin bestehende W\u00e4rmelieferungsvertrag von der EnBW zum 31.12.2022 gek\u00fcndigt. Um die W\u00e4rmeversorgung des Betriebsgeb\u00e4udes der Stadtwerke Herrenberg und des Amts f\u00fcr Technik und Gr\u00fcn sicherzustellen (ca. 300MWh/a), wurde eine mobile Heizzentrale (Hotmobil) erworben. Diese Ma\u00dfnahme stellt eine effektive \u00dcbergangsl\u00f6sung dar. Dar\u00fcber hinaus soll die mobile Heizzentrale nach Abschluss der Ma\u00dfnahme f\u00fcr zuk\u00fcnftige W\u00e4rmeprojekte nach Bedarf genutzt werden.\r\rIn der Zwischenzeit meldete die benachbarte Polizeihochschule Herrenberg Interesse an einer Zusammenarbeit in Form einer Nahw\u00e4rmeversorgung durch die Stadtwerke Herrenberg an. Zum einen stehen dringend notwendige Sanierungen der W\u00e4rmeanlagen in der Liegenschaft der Polizei an. Zum anderen strebt das Amt f\u00fcr Verm\u00f6gen und Bau Baden-W\u00fcrttemberg als Betreiber des Standorts an, aufgrund der vorliegenden Gesetzeslage und interner Vorgaben, einen hohen Anteil von erneuerbaren Energien einzusetzen. \rDer ben\u00f6tigte W\u00e4rmebedarf f\u00fcr die Liegenschaften der Polizeihochschule soll \u00fcber ein Nahw\u00e4rmenetz abgedeckt werden. Der Lieferumfang soll 1,4 GWh/Jahr betragen. \rDurch diese Anfrage ergibt sich eine wertvolle Chance, ein nachhaltiges W\u00e4rmenetz zu realisieren. Die Zusammenarbeit mit der Polizeihochschule Herrenberg und somit mit dem Amt f\u00fcr Verm\u00f6gen und Bau Baden-W\u00fcrttemberg (Land Baden-W\u00fcrttemberg) begr\u00fcndet eine l\u00e4ngerfristige Gesch\u00e4ftsbeziehung mit einem verl\u00e4sslichen Partner. Mit dem genannten W\u00e4rmebedarf gewinnen die Stadtwerke einen Gro\u00dfabnehmer im wachsenden Bereich des W\u00e4rme-Contracting. Zudem gilt es zu betonen, dass die Anfrage mit den Planungen und \u00dcberlegungen, die die Stadtwerke Herrenberg bislang angestellt haben, \u00fcbereinstimmt.\r\r\r2.2 Technisches Konzept / Vorplanung\r\rUm die technische Umsetzbarkeit zu untersuchen, wurden f\u00fcr das Projekt bereits Vorplanungsleistungen (Leistungsphasen 1 und 2 HOAI) durch das Ingenieurb\u00fcro ATM durchgef\u00fchrt. Gegenstand der Vorplanung waren insbesondere die grundlegende technische Konzeption der Energiezentrale sowie eine erste Vorplanung der W\u00e4rmetrasse zwischen dem Standort der Stadtwerke Herrenberg und der Polizeihochschule Herrenberg.\rIm Rahmen der Vorplanung wurden verschiedene technische Versorgungsvarianten betrachtet. Dabei zeigte sich, dass aufgrund der bestehenden Geb\u00e4udestrukturen sowie der von der Polizeihochschule geforderten Vorlauftemperatur von 85 \u00b0C eine ausschlie\u00dfliche Versorgung \u00fcber W\u00e4rmepumpentechnologie derzeit technisch und wirtschaftlich nur eingeschr\u00e4nkt sinnvoll erscheint. Insbesondere hohe Leistungsanforderungen im Winterbetrieb sowie die bestehende W\u00e4rme/Geb\u00e4ude-Infrastruktur erfordern ein robustes und betriebssicheres Versorgungskonzept. Vor diesem Hintergrund wird aktuell eine kombinierte L\u00f6sung aus Hackschnitzelheizung und W\u00e4rmepumpentechnologie als nachhaltige und wirtschaftliche L\u00f6sung angesehen\u000bDer aktuelle Planungsstand sieht die Errichtung einer Heizzentrale mit zwei Hackschnitzelkesseln mit jeweils ca. 800 kW Leistung, einer R290 Luft/Wasser-W\u00e4rmepumpe mit ca. 400 kW Leistung, 2x22m3 Pufferspeichern, einer Schornsteinanlage sowie den erforderlichen \u00dcbergabestationen und der Geb\u00e4udeautomation vor. Zus\u00e4tzlich ist vorgesehen, die Dachfl\u00e4chen der Energiezentrale, soweit technisch und statisch m\u00f6glich, f\u00fcr Photovoltaik zu nutzen.\rDie dargestellte Anlagenkonfiguration stellt den derzeitigen Vorplanungsstand dar. Im Rahmen der weiteren Planungsleistungen sind insbesondere die genaue Dimensionierung der Anlagentechnik, die Einbindung und Position einer m\u00f6glichen W\u00e4rmepumpe sowie die konkrete Geb\u00e4ude- und Anlagenanordnung vertieft zu untersuchen und zu optimieren.\rF\u00fcr die W\u00e4rmetrasse zur Polizeihochschule liegt ebenso bereits eine erste Leitungsf\u00fchrung vor.\rZus\u00e4tzlich wird im Rahmen der weiteren Planung besonderes Augenmerk auf die Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems gelegt. Neben technischen, betrieblichen und umweltbezogenen Aspekten ist es Ziel der Stadtwerke Herrenberg, eine langfristig wirtschaftlich tragf\u00e4hige und zugleich nachhaltige W\u00e4rmeversorgung umzusetzen. Hierbei sollen insbesondere Investitionskosten, Betriebskosten, Brennstoffverf\u00fcgbarkeit, F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten sowie langfristige Preis- und Versorgungssicherheit ber\u00fccksichtigt werden.\u000bDie Vorplanung des B\u00fcros ATM ist als nicht\u00f6ffentliche Anlage 2 dieser Drucksache beigef\u00fcgt.\r\r\r2.3 Anlagenstandort\r\u000bIm Rahmen der Voruntersuchungen wurden verschiedene potenzielle Standorte f\u00fcr die Errichtung der geplanten Energiezentrale betrachtet. Ziel war es, einen Standort in unmittelbarer N\u00e4he der zu versorgenden Liegenschaften zu finden, der sowohl technisch als auch wirtschaftlich und genehmigungsrechtlich geeignet ist.\r\rZun\u00e4chst wurden die an den Standort der Stadtwerke Herrenberg angrenzenden Wiesenfl\u00e4chen f\u00fcr die Errichtung der Anlagen untersucht. Diese Fl\u00e4chen erschienen aufgrund ihrer N\u00e4he zum geplanten W\u00e4rmenetz grunds\u00e4tzlich geeignet. Im weiteren Verlauf der Pr\u00fcfung zeigte sich jedoch, dass insbesondere naturschutzrechtliche Rahmenbedingungen gegen eine Realisierung sprechen. Die betroffenen Fl\u00e4chen sind unter anderem als FFH-M\u00e4hwiesen einzustufen und befinden sich in einem sensiblen Bereich hinsichtlich des Natur- und Vogelschutzes. Nach rechtlicher Einsch\u00e4tzung wurde die Genehmigungsf\u00e4higkeit eines solchen Standorts als schwierig bewertet, weshalb diese Variante nicht weiterverfolgt wurde.\r\rDaher wurden anschlie\u00dfend alternative Standorte im n\u00e4heren Umfeld untersucht. Dabei zeigte sich, dass aufgrund der \u00f6rtlichen Gegebenheiten, Fl\u00e4chenverf\u00fcgbarkeiten sowie der technischen und genehmigungsrechtlichen Anforderungen keine eindeutig geeigneten Alternativstandorte identifiziert werden konnten.\r\rVor diesem Hintergrund konzentrieren sich die weiteren Untersuchungen auf den bestehenden Standort der Stadtwerke Herrenberg und Technik und Gr\u00fcn. Zur Bewertung der technischen, logistischen und genehmigungsrechtlichen Umsetzbarkeit wurde im n\u00e4chsten Schritt eine Machbarkeitsstudie vom B\u00fcro RAIDT und GEIGER durchgef\u00fchrt.\r\r\r2.4 Machbarkeitsstudie\rIm Rahmen der Studie wurden die bestehenden Betriebsabl\u00e4ufe, Lagerfl\u00e4chen, Verkehrswege sowie die Anforderungen an die Brennstofflogistik analysiert. Dabei wurden insgesamt drei Varianten zur Positionierung der Heizzentrale untersucht und hinsichtlich Umsetzbarkeit, Fl\u00e4chenbedarf, Auswirkungen auf den Betriebshof sowie m\u00f6glicher Umstrukturierungen bewertet.\r\rDie Untersuchung zeigt, dass die Errichtung einer Heizzentrale am bestehenden Standort grunds\u00e4tzlich realisierbar ist, jedoch Anpassungen der Lager- und Betriebsfl\u00e4chen erforderlich werden. Als sinnvollste L\u00f6sung wird in der Machbarkeitsstudie die Variante 3 (\u201eHeizzentrale Nordwest\u201c) bewertet, da hierbei bestehende Lagerfl\u00e4chen optimiert, betriebliche Abl\u00e4ufe m\u00f6glichst erhalten und Verbesserungen im Bereich Arbeits- und Betriebssicherheit erzielt werden k\u00f6nnen. Au\u00dferdem wurde deutlich, dass nur bei dieser Variante die Anlieferung reibungslos funktionieren kann. Die Machbarkeitsstudie ist als Anhang 1 beigef\u00fcgt.\r\r\r2.5 Holzbezug\u000b\u000bDer gesamte W\u00e4rmebedarf, der im Betriebsgeb\u00e4ude SWH/TUG und in der Polizeischule \u00fcber das Jahr gedeckt werden muss, ben\u00f6tigt einen Stoffstrom von ca. 3.000 Sch\u00fcttraummetern (Srm) Hackschnitzeln. Im Stadtwald fallen j\u00e4hrlich ca. 1.200-1.500 Srm Hackschnitzel an. Durch Pflegearbeiten auf st\u00e4dtischen Fl\u00e4chen kann durch TuG eine Menge von ca. 800 Srm zus\u00e4tzlich produziert werden. Ca. 1000 Srm m\u00fcssten also zus\u00e4tzlich, au\u00dferhalb der st\u00e4dtischen Kapazit\u00e4ten, bezogen werden.\r\u000bEs wurden verschiedene Varianten betrachtet, wie das Hackrohholz aus dem Stadt-Wald zu W\u00e4rme in der Hackschnitzelanlage aufgewertet werden k\u00f6nnte. Anf\u00e4ngliche \u00dcberlegungen den Stoffstrom aus dem Wald zur geplanten Anlage mit kombiniertem Personal aus Forst/TuG/SWH zu bew\u00e4ltigen, wurden aufgrund von unzureichenden Kapazit\u00e4ten und vor allem den unwirtschaftlichen Anschaffungen der dazu n\u00f6tigen Maschinen verworfen. Auch das Aufkaufen der Hackrohholzmengen mit anschlie\u00dfendem Lohnhacken durch einen Unternehmer weist eine sehr hohe personelle Bindung und einen hohen logistischen Einsatz auf.\u000b\u000bDas momentan in der nachhaltigen Forstwirtschaft im Stadtwald Herrenberg anfallende Hackrohholz wird derzeit von 2 Unternehmen aufgekauft, verarbeitet und in Form von Hackschnitzeln vertrieben. Die direkte Bestellung der ben\u00f6tigten Hackschnitzel in den entsprechenden Mengen bei diesen Unternehmen kann daher bilanziell als Bezug von Hackschnitzeln aus dem eigenen Stadtwald gewertet werden. Dadurch w\u00fcrden die personellen Ressourcen in Bezug auf Beschaffung und Logistik des Brennstoffbedarfs geschont werden.\rErste Gespr\u00e4che mit den Unternehmen stie\u00dfen auf Interesse bei einem solchen Projekt beteiligt zu werden. Im weiteren Verlauf des Projektes und im Rahmen des Vergaberechts werden wir bei der Wahl des Brennstofflieferanten den Fokus darauf legen ein geeignetes Liefervertragsmodell zu w\u00e4hlen. Hierbei betrachten wir neben dem wirtschaftlichen Betrieb der Anlage auch den bilanziellen Bezug aus dem Stadtwald sowie einen regionalen Bezug der Restmenge an Hackschnitzeln. Diese kann bei den ortsans\u00e4ssigen H\u00e4ndlern direkt mitbezogen werden, da diese ihr Hackrohholz allgemein regional in den benachbarten Forstrevieren beziehen.\r\r\r2.6 Kostenrahmen \r\rAuf Grundlage der bisherigen Vorplanung liegt f\u00fcr die technische Geb\u00e4udeausr\u00fcstung der Energiezentrale derzeit eine erste Kostensch\u00e4tzung in H\u00f6he von rund 2,75 Mio. \u20ac brutto vor.\rZus\u00e4tzlich sind Kosten f\u00fcr das Geb\u00e4ude der Energiezentrale, den Tiefbau der W\u00e4rmetrasse, Au\u00dfenanlagen, Planungskosten sowie weitere projektbezogene Leistungen zu ber\u00fccksichtigen. F\u00fcr das Geb\u00e4ude wird derzeit mit Kosten von rund 400.000 \u20ac gerechnet.\rF\u00fcr die W\u00e4rmetrasse einschlie\u00dflich Tiefbau werden Kosten, auf Grundlage vergleichbarer Projekte, bei einer Trassenl\u00e4nge von ca. 1 km von einem zus\u00e4tzlichen Investitionsbedarf von ca. 1.000.000 \u20ac angenommen. Parallel zur weiteren technischen Planung sollen zudem geeignete F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten untersucht und bewertet werden. Ziel ist es, f\u00fcr das Projekt m\u00f6gliche Zusch\u00fcsse und F\u00f6rderprogramme fr\u00fchzeitig zu identifizieren und im weiteren Planungsprozess zu ber\u00fccksichtigen, um die Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit der Ma\u00dfnahme zu verbessern.\u000bAu\u00dferdem werden durch das Umbauen und Optimieren der Lagerfl\u00e4chen auf dem Betriebsgel\u00e4nde weitere Kosten entstehen.\r\r\u000b2.7 Zeitschiene\u000b\u000bIm n\u00e4chsten Schritt ist vorgesehen, die Ausschreibung der erforderlichen Planungsleistungen vorzubereiten und durchzuf\u00fchren. Aufgrund des zu erwartenden Auftragsvolumens ist hierf\u00fcr ein Vergabeverfahren nach der Vergabeverordnung (VgV) erforderlich. Erfahrungsgem\u00e4\u00df ist f\u00fcr die Durchf\u00fchrung eines solchen Verfahrens einschlie\u00dflich Vorbereitung, Ausschreibung, Bewertung und Vergabe mit einem Zeitraum von etwa sechs bis zw\u00f6lf Monaten zu rechnen. Bei Anlauf des Projektes war von Seiten der Polizei nur eine Teilversorgung angedacht, sp\u00e4ter wurde der Wunsch ge\u00e4u\u00dfert deutlich mehr Leistung bei den SWH abzurufen. Durch die entstehenden Mehrkosten durch den erh\u00f6hten Leistungsbedarf, sind auch die Planungskosten gestiegen, was dazu f\u00fchrt, das europaweit ausgeschrieben werden muss. \rNach Abschluss des Vergabeverfahrens sollen die Planungsleistungen (Leistungsphasen 3\u20139 HOAI) aufgenommen werden. F\u00fcr die Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausf\u00fchrungsplanung einschlie\u00dflich Kostenberechnung und Vorbereitung der Vergabe wird derzeit von einem Zeitraum von etwa drei bis vier Monaten ausgegangen. Parallel hierzu sollen die erforderlichen Genehmigungen eingeholt sowie die Ausschreibungsunterlagen f\u00fcr die Bauleistungen erstellt werden.\rIm Anschluss wollen sich die Stadtwerke vom Gemeinderat zur Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen erm\u00e4chtigen lassen. F\u00fcr diesen Verfahrensschritt wird aktuell ein Zeitraum von rund vier bis sechs Monaten angenommen.\rUnter Ber\u00fccksichtigung der derzeit bekannten Rahmenbedingungen wird ein m\u00f6glicher Baubeginn gegen Ende des Jahres 2027 als realistisch eingesch\u00e4tzt. Ziel ist eine Fertigstellung und Inbetriebnahme der Heizzentrale zur Heizperiode 2028/2029.\rDie dargestellte Zeitschiene stellt eine erste grobe Projektplanung dar. Insbesondere vergabe-, genehmigungs- und f\u00f6rderrechtliche Rahmenbedingungen k\u00f6nnen im weiteren Projektverlauf Einfluss auf den tats\u00e4chlichen Zeitplan nehmen.\u000b\r\rUmsetzung\r\rF\u00fcr die Umsetzung des Projekts sind umfangreiche Planungsleistungen erforderlich. Diese umfassen insbesondere die Geb\u00e4udeplanung, technische Geb\u00e4udeausr\u00fcstung, Energie- und W\u00e4rmetechnik, Elektroplanung sowie die Planung der W\u00e4rmetrasse einschlie\u00dflich Tiefbau.\rDie derzeit gesch\u00e4tzten Planungskosten liegen insgesamt bei rund 400.000 \u20ac brutto. Davon entfallen voraussichtlich rund 250.000 \u20ac auf die Planung der Energiezentrale einschlie\u00dflich technischer Geb\u00e4udeausr\u00fcstung sowie weitere Planungsleistungen auf die Planung der W\u00e4rmetrasse und des Tiefbaus.\r\r\rRessourceneinsatz\r\rDie erforderlichen Mittel f\u00fcr die bereits ausgef\u00fchrten Leistungen (Machbarkeitsstudie RAIDT und GEIGER, Vorplanung ATM) und die jetzt anstehenden Planungsarbeiten sowie die sp\u00e4ter auszuschreibende Ausf\u00fchrung, sind im Wirtschaftsplan der Stadtwerke in den Jahren 2025, 2026, 2027, 2028 abgebildet.\rInvestitionskosten: \t\t\t5.000.000\u20ac\r\rHaushaltsmittel I-Plan-Nr. 19430004-08:\u000b\rWirtschaftsplan 2025\t\t\t1.000.000\u20ac\u000bWirtschaftsplan 2026\t\t\t1.000.000\u20ac\rWirtschaftsplan 2027\t\t\t2.500.000\u20ac\r\tWirtschaftsplan 2028\t\t\t500.000\u20ac\r\r\rIV. Anlagen:\r\rAnlage 1:      \u00d6     Machbarkeitsstudie\rAnlage 2:     \u00d6     Vorplanung ATM\r\u0007\r\u0007\f\fStefan Metzing\r\u0007\r\u0007Steffen K\u00f6nig\r\u0007\r\u0007Maximilian Schroth\r\u0007\r\u0007Erster B\u00fcrgermeister\r\u0007\r\u0007Werkleiter SWH\r\u0007\r\u0007Projektleitung SWH\r\u0007\r\u0007\f\f\r","accessUrl":"https://herrenberg.gremien.info/api.php?document_type_id=4&submission_id=20260506100087&id=69&inline=true","downloadUrl":"https://herrenberg.gremien.info/api.php?document_type_id=4&submission_id=20260506100087&id=69"},"auxiliaryFile":[{"id":"https://herrenberg.gremien.info/oparl/file/vla%7C20260506100087%7C3","type":"https://schema.oparl.org/1.0/File","name":"anlage 3","fileName":"20260610130116.pdf","mimeType":"application/pdf","date":"2026-06-10","sha1Checksum":"e80f3fd8987eeb8cd320a19e069abe930d40639f","size":2328596,"accessUrl":"https://herrenberg.gremien.info/api.php?id=69&inline=1&document_type_id=13&submission_attachment_id=20260506100087%7C20260610130116.pdf%7C","downloadUrl":"https://herrenberg.gremien.info/api.php?id=69&document_type_id=13&submission_attachment_id=20260506100087%7C20260610130116.pdf%7C","text":"Anlage_1_Machbarkeitsstudie RaidtundGeiger","masterFile":"https://herrenberg.gremien.info/oparl/file/20260506100087","created":"2026-09-21T00:00:00+02:00","modified":"2026-09-21T00:00:00+02:00"},{"id":"https://herrenberg.gremien.info/oparl/file/vla%7C20260506100087%7C4","type":"https://schema.oparl.org/1.0/File","name":"anlage 4","fileName":"20260610130149.pdf","mimeType":"application/pdf","date":"2026-06-10","sha1Checksum":"e47e4ae9076569f6b40944629e566b0051cbc7ef","size":2343568,"accessUrl":"https://herrenberg.gremien.info/api.php?id=69&inline=1&document_type_id=13&submission_attachment_id=20260506100087%7C20260610130149.pdf%7C","downloadUrl":"https://herrenberg.gremien.info/api.php?id=69&document_type_id=13&submission_attachment_id=20260506100087%7C20260610130149.pdf%7C","text":"Anlage_2_Vorplanung-ATM","masterFile":"https://herrenberg.gremien.info/oparl/file/20260506100087","created":"2026-09-21T00:00:00+02:00","modified":"2026-09-21T00:00:00+02:00"}],"consultation":[{"id":"https://herrenberg.gremien.info/oparl/consultation/19811","type":"https://schema.oparl.org/1.0/Consultation","agendaItem":"https://herrenberg.gremien.info/oparl/agendaItem/2026-FA-143%7C20260506100087%7C1","meeting":"https://herrenberg.gremien.info/oparl/meeting/2026-FA-143","organization":["https://herrenberg.gremien.info/oparl/organization/FA"],"authoritative":false,"role":"zur Einbringung"},{"id":"https://herrenberg.gremien.info/oparl/consultation/19812","type":"https://schema.oparl.org/1.0/Consultation","agendaItem":"https://herrenberg.gremien.info/oparl/agendaItem/ni_2026-GR-452%7C20260506100087%7C1","meeting":"https://herrenberg.gremien.info/oparl/meeting/2026-GR-452","organization":["https://herrenberg.gremien.info/oparl/organization/GR"],"authoritative":false,"role":"zur Beschlussfassung"}],"created":"2026-09-21T00:00:00+02:00","modified":"2026-09-21T00:00:00+02:00","deleted":false,"underDirectionOf":["https://herrenberg.gremien.info/oparl/organization/FA","https://herrenberg.gremien.info/oparl/organization/GR"]}